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Leipzig und seine Liebesschlösser

Die rückläufig gewordene Zahl von Eheschließungen steht dem Wunsch nach lebenslanger Verbundenheit weniger entgegen als vermutet. Trotz anderslautender Behauptungen sind Treue und Wertschätzung modernen Paaren weiterhin äußerst wichtig. Haben zwei Personen zueinander gefunden und einander ihre Verlässlichkeit bewiesen, wollen sie dem auch in heutigen Zeiten Ausdruck verleihen. Doch statt des altbekannten Rings wählen junge Leute heutzutage ein anderes Symbol für ihre immerwährende Zuneigung: das so genannteLiebesschloss. Leipzig und andere deutsche Großstädte bieten frisch Verliebten oder langjährig Vertrauten zahlreiche Möglichkeiten, ihrer Verbundenheit auf diese Weise Ausdruck zu verleihen. Wir haben die Lokalitäten in den einzelnen Orten besucht und warten mit zahlreichen Informationen und Hintergrundgeschichten auf:

Das Liebesschloss aus Leipzig als Fortführung einer Tradition

Der Ursprung des Brauches, Liebesschlösser aufzuhängen, lässt sich nur noch schemenhaft nachvollziehen. Vermutlich entstand er im serbischen Vrnja?ka Banja, wo während des Ersten Weltkrieges zunehmend mehr Vorhängeschlösser am Geländer der dort installierten "Liebesbrücke" auftauchten. Angebracht von Soldaten und Vertriebenen bzw. deren Bräuten fungierten sie als Treuesiegel und Hoffnungsträger für eine baldige Rückkehr. Wie viele Männer das einmal aufgehängte Liebesschloss nie wieder gesehen haben, ist nicht überliefert.

Neuinterpretation des Brauches

Eine ähnliche Bedeutung wie in Serbien erlangten Vorhängeschlösser im ungarischen Pécs. Die hier angebrachten Objekte stammten überwiegend von Hochzeitspaaren, die sich auf diese Weise ewige Treue schworen. Bevorzugter Ort hierfür war der Zaun des ehemaligen Wohnhauses von János Berze Nagy - eines ungarischen Sprach- und Literaturwissenschaftlers, der sich durch die Pflege und Dokumentation lokaler Traditionen sowie eingehende Märchenforschung einen Namen gemacht hatte. Mit Sicherheit verkörpert mindestens ein dort aufgehängtes Liebesschloss bzw. ein aus diesem Ort stammendes Paar.

Umdeutung im studentischen Kontext

Die Absolventen der Sanitätsakademie "San Giorgio" im italienischen Florenz interpretierten den Brauch auf ganz eigene Weise: Nach Beendigung ihrer Ausbildung befestigten sie die Vorhängeschlösser der von ihnen genutzten Spinde an den Gittern der Ponte Vecchio. Auch wenn jedes der Objekte eine gewisse Verbundenheit darstellte, war keines von ihnen ein Liebesschloss im heutigen Sinne.

Wiederbelebung als Liebesschloss

Dazu machten es erst einige Paare aus Rom, die den florentinischen Brauch in ihre Heimatstadt importierten. Hier war die Milvische Brücke der bevorzugte Ort für das Aufhängen von Liebesschlössern. Doch trotz dessen, dass sich die Gepflogenheit unter den Verliebten Roms immer mehr etablierte, blieb das Anbringen der Treuesiegel lange Zeit ein geheimes Ritual, das nur Eingeweihte und Freunde der betreffenden Paare kannten.

Zunehmende Beliebtheit

Populär wurde der Brauch erst durch den 1992 erschienenen Roman "Tre metri sopra il cielo". In ihm schilderte der Autor Federico Moccia ganz genau, wie ein Liebesschloss anzubringen ist und was danach mit dem zugehörigen Schlüssel geschehen soll. Seitdem wurden nachweislich mehr verschließbare Objekte an der mittleren Laterne der Ponte Vecchio befestigt.

Weltweite Verbreitung

Mit der Übersetzung in andere Sprachen erlangte das im Buch geschilderte Ritual überregionale Bekanntheit. Während nun auch nicht-italienische Paare eine Anleitung zum korrekten Aufhängen von Liebesschlössern besaßen, ließ Moccia mit "Ho voglia di te" bereits den zweiten Teil seiner romantischen Erzählung folgen. Schon kurze Zeit nach deren Veröffentlichung in Deutschland sichteten Fans hier das erste Liebesschloss. Leipzig war zwar noch nicht in den Reigen typischer Orte integriert, aber die Hohenzollernbrücke in Köln gilt seitdem als die bekannteste Stelle des Landes, an dem die Treuesiegel aufgehängt werden können.

Nicht überall erwünscht

Wobei "können" und "dürfen" zwei ganz verschiedene Dinge sind - denn nicht nur die Anzahl romantischer Bekundungen, sondern auch die statische Belastung steigt mit jedem neu hinzukommenden Liebesschloss. Leipzig hat diesem Problem mit regelmäßig stattfindender Entfernung den redensartlichen Riegel vorgeschoben. Was im Zusammenhang mit den betreffenden Objekten einem gewitzten Wortspiel gleicht, hat einen ernsten Hintergrund. Die kleinen Treuesiegel sorgen nämlich nicht nur für ein erhöhtes Gewicht, sondern hinterlassen auch Materialschäden.

Deswegen ist die sächsische Stadt längst nicht der einzige Ort, in dem das Aufhängen von Liebesschlössern an Brücken oder ähnlichen Bauwerken unerwünscht ist. Regelrecht verboten ist es beispielsweise in Berlin und Venedig, wo bei Nichtbeachtung empfindliche Strafen von bis zu 3.000 Euro Bußgeld drohen. Ausschlaggebend ist hier vor allem die hohe Zahl an Touristen und jedes damit verbundene Liebesschloss. Leipzig und andere Städte begnügen sich (noch) mit dem Ab- und Umhängen der fraglichen Objekte.

Nichts ist für die Ewigkeit

So sollen die zahlreichen Liebesschlösser, die den Laternenpfahl auf Roms Ponte Vecchio im Jahre 2007 umknicken ließen, in einem Museum ausgestellt werden. Auch in Köln zeigen die Stadtväter sich dem Brauch gegenüber tolerant. Trotz bereits verzeichneter Korrosionsschäden ist das Aufhängen der kleinen Treuesiegel an der Hohenzollernbrücke nach wie vor erlaubt. Sie werden bei Erreichen einer bestimmten Stückzahl jedoch komplett entfernt. An manchen Tagen ziert das Bauwerk also kein einziges Liebesschloss. Leipzig geht ebenfalls rigoros contra Romantik vor und lässt abgehängte Objekte kurzerhand verschrotten.

Alternativen für unbelehrbare Romantiker

Dass es auch anders geht beweisen Städte wie Pécs oder Heidelberg. Hier bietet die Stadtverwaltung den zahlreichen Liebesschloss-Fans Alternativen zu gefährdeten Bauwerken an. Die ungarische Stadtverwaltung hat ortsansässige Künstler und Künstlerinnen mit einer Ausweichlösung zum begehrten Zaun des Nagy'schen Wohnhauses beauftragt. Diese setzten den Wunsch durch bearbeitete Metallstangen um, an denen Paare weiterhin ungestraft Liebesschlösser anbringen dürfen. In Heidelberg wurde eigens zu diesem Zweck ein mit Ösen versehener Stein aufgestellt, welcher die unter Denkmalschutz stehende Alte Brücke von Treusiegeln entlasten soll.

Klassisches Rumhängen in Leipzig

Wirklich gelungene Lösungen sind das nach Meinung vieler Romantiker jedoch nicht, denn die verbindende Brücke und das darunter fließende Gewässer gehören nun einmal zum echten Liebesschloss. Leipzig hat in dieser Hinsicht ein wahres Kleinod zu bieten. Die goldfarben verzierte Überspannung der Weißen Elster ist nach seiner Lage im Klingerhain benannt und gehört zu den wohl schönsten Bauwerken seiner Art. Die auf den vier Endpfeilern befindlichen Putten symbolisieren je eine Jahreszeit - und bieten Paaren damit einen idealen Anhaltspunkt für die Platzierung ihres Liebesschlosses.

Berühmte Vorbilder

Auch wenn am Geländer der Klingerhain-Brücke längst nicht solcher Andrang herrscht wie an anderen Orten, ist ein Liebesschloss in Leipzig stets auf ganz besondere Weise verbunden. Abgesehen von der persönlichen Beziehung, die ein Paar zu der Stadt besitzt, haben viele berühmte Romanzen hier ihren Anfang genommen. Sowohl die dramatischen Figuren Gretchen und Faust als auch deren Schöpfer Johann Wolfgang Goethe und seine langjährige Intimfreundin Charlotte Albertine Ernestine Freifrau von Stein sowie das Komponisten-Paar Clara und Robert Schumann hätten als Ort für ihr Liebesschloss in Leipzig wählen können.

Lage und Geschichte: einmalig!

Die romantisch gelegene Verbindung zwischen Klingerhain und Palmengarten hätte ihnen allerdings nicht zur Verfügung gestanden. Ihr Bau datiert aus der letzten Dekade des 19. Jahrhunderts, in der das Gelände als Ausstellungsfläche des Gartenbau-Vereins genutzt wurde. Auch das übrigens ist ein Aspekt, für den ein Liebesschloss in Leipzig gut stehen würde: Die Stadt gilt als Gründungsort der heute deutschlandweit geschätzten Kleingarten-Anlagen.

Rein private Erinnerungen

Vielleicht wäre die Stadt bereit, von der Vernichtung eines solcherart gekennzeichneten Objektes Abstand zu nehmen. Doch bisher hat noch kein Freund von Erfindungen durch ein Liebesschloss in Leipzig die Ehre erwiesen. Alle an der Klingerhain-Brücke angebrachten Schließvorrichtungen tragen die Namen und das Kennenlern-, Verlobungs- oder Hochzeitsdatum des jeweiligen Paares. Die dazu gehörigen Schlüssel lagern dem literarischen Vorbild entsprechend "per sempre" - "für immer" - auf dem Grund des unter der Brücke hindurchfließenden Gewässers.

Dem Himmel ein Stück näher

Für alle, die sich noch dichter an den Roman halten wollen, haben wir einen kleinen Geheimtipp: Wer als Ort für sein Liebesschloss Leipzig wählt, sollte dem deutschsprachigen Buchtitel "Drei Meter über dem Himmel" folgen und den Aussichtsturm im Rosental erklimmen. Am Geländer der obersten Plattform sind ebenfalls vereinzelte Symbole ewiger Liebe angebracht. Der Ausguck ist zwar nicht ganz so romantisch gelegen und bei weitem nicht so edel gestaltet wie die bereits genannte Klingerhain-Brücke, kommt der berühmten "Wolke sieben" - auf der Verliebte für gewöhnlich schweben - aber ein gutes Stück näher. Darüber hinaus bleibt ein hier angebrachtes Liebesschloss in Leipzig bzw. dem betreffenden Paar vermutlich deutlich länger erhalten, denn das etwas mühselige Besteigen des Turmes schließt regelmäßige Kontrollgänge aus.

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